Der Präparierkurs

Ich denke, jeder, der sich mal mit dem Medizinstudium beschäftigt hat, weiß, dass es ihn gibt: den ominösen „Präpkurs“. Was macht man da eigentlich? Naja, eigentlich genau das, was man sich darunter auch vorstellt. Man steht mit mehreren Leuten an einem Tisch, auf dem ein Körperspender liegt. Für mich komisch war: Ich habe schon öfter Tote gesehen, das stellt für mich also kein Problem dar, aber das Ding ist einfach: Die Körperspender sehen einfach nicht.. echt aus? Kann man das sagen? Darf man das? Ich weiß es nicht. Ich war auf jeden Fall überrascht, wie einfach es für mich war, da reinzugehen und mir das alles anzugucken. Den Geruch habe ich erst am zweiten Tag bemerkt, man kann sich aber dran gewöhnen. Frühstück ist trotzdem sehr, sehr empfehlenswert.
Also zurück zum Tisch. Da stehen dann also sechs bis acht mehr oder weniger vorbereitete Studenten um diesen Tisch und versuchen, ihren Bereich so gut es geht darzustellen. Das heißt also, jeder bekommt einen Bereich des Körpers zugewiesen, zum Beispiel den Arm, und muss an diesem die wichtigen Strukturen (Muskeln, Blutgefäße, Nerven etc.) herausarbeiten. Ich persönlich mag das überhaupt nicht, andere wiederum haben da viel Spaß dran. Ich bin mit meinem Gebiet recht weit und somit hoffentlich bald fertig, je schneller ich da nicht mehr rein muss, desto besser.

Edit: Die zweite Runde des Präparierens dreht sich um innere Organe, das war wirklich spannend! Mein Organ hat mich nur bestätigt, in welche Richtung ich gehen will später, denn es ist soooooo interessant! Das dazugehörige Arbeitstestat war nur noch halb so lästig, denn darüber rede ich gern. Und viel. Und mit unendlicher Begeisterung. 🙂

Das war ein kleiner Einblick in den Präpkurs. Und keine Sorge: die Allermeisten kommen damit klar. Und wenn nicht, es sind nur ein paar Wochen, das schafft man mit ein bisschen Zähne zusammenbeißen. 😉

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