Termi“klausur“

Das nennt man Klausur? Na, wenn alle Klausuren so einfach wären, hätte man im Medizinstudium ein leichtes Leben! Wirklich nur absolut das, was besprochen wurde kam auch dran. So kann es weitergehen 🙂
Bald gibt’s dann das nächste Testat, ich werde noch ein paar Seiten dazu angucken und dann berichten, wie es lief.

Prokrastination!

Kennst du das, wenn plötzlich deine Wohnung aufgeräumt und geputzt, dein Geschirr gespült und deine Wäsche gewaschen ist? Dann bist du wahrscheinlich auch Student und hast keine Lust zu Lernen. Man sollte meinem, ich würde meine Zeit dann mit Playstation spielen verbringen, aber immerhin das kann ich so weit nach hinten legen, dass es nicht mit dem Lernen kollidiert. So. Es gibt nichts mehr im Haushalt zu tun und das Internet ist auch durchforstet. Dann wollen wir mal wieder lernen… Oh… Da ist noch Staub… Bis bald!

„Oh man“ oder „Die kleinen und großen Krisen eines Medizinstudenten“

Manchmal frage ich ich, warum ich eigentlich Medizin studiere. Klar, Arzt werden will ich. Aber irgendwie ist es doch noch viel anstrengender als man sich vorgestellt hat oder zumindest als man sich vorstellen wollte. Wir haben alle im Moment unsere kleinen Krisen und das obwohl das erste Semester nicht mal rum ist. Ob es Spaß macht fragt die Oma und man antwortet selbstverständlich mit „Ja“. Aber macht es das? Naja. Es ist super interessant, klar, aber es gibt auch so viele kleine Sachen, die einfach nerven. Tierisch nerven, wie Fußpilz. Zum Beispiel, wenn die doofe Physiktutorin das Versuchsprotokoll dreimal korrigiert haben will, weil ihr irgendwas nicht passt. Oder wenn man trotz mehrerer Stunden lernen im Seminar nichts beantworten kann. Und wenn das Chemieseminar einen kein Stück weiterbringt. Und mein persönliches Lowlight: Merken, dass man vielleicht doch besser die Biovorlesungen besuchen hätte sollen. Aber selbst schuld. Jetzt muss ich mir bis zur Klausur in drei Wochen irgendwas einfallen lassen. Physik, Chemie und Anatomie stehen ja auch noch an.

Aber Aufgeben gibts nicht! Ich hab mir diesen Studienplatz lange gewünscht und musste einige für mich wichtige Dinge erstmal aufs Eis legen. Für irgendwas muss sich das lohnen! Andere haben nicht so viel Durchhaltevermögen und jetzt schon aufgegeben. Schade drum, denn man merkt: Offenbar ist einigen nicht klar, worauf sie sich einlassen und dass man für so ein Studium höchstwahrscheinlich irgendwas Anderes aufgeben müssen wird. Dafür bekommen andere keinen Studienplatz! Natürlich kann man Fehlentscheidungen treffen, aber ich bitte inständig jeden, sich wirklich gut zu informieren und am Besten ist es, wenn man irgendwie im medizinischen Bereich schonmal irgendeine Tätigkeit gemacht hat. Und wenn es nur ein Praktikum ist. Aber ich schweife ab, zurück zum Thema:
Wir fragen uns gerade alle, warum wir den scheiß eigentlich machen. Aber keine Sorge, dieses Gefühl wird höchstwahrscheinlich vorbeigehen. Das sagen die höheren Semester auch und es haben ja auch schon ganz andere Leute Medizin studiert. Aber trotzdem: Spaß kann man das im Moment wirklich nicht nennen. Echt nicht.
Der Lichtblick: Irgendwann wird sich das Lernen auszahlen, ganz bestimmt.

Der Histokurs

Der Histokurs, oder auch Mikroskopierkurs, klang ja erstmal nicht so schlecht. In Bio hab ich mir auch immer gerne Sachen unter dem Mikroskop angeguckt und das ganze jetzt auch noch mit menschlichen Geweben und so: Eigentlich cool!
Und dann kam der Histokurs mit folgendem Ablauf: 1. Präparat einlegen. 2. Dem Professor 5-10 Minuten zuhören, wie er das gleiche Präparat per Leinwandübertragung erklärt. 3. Selber 5 Minuten das Präparat angucken. Das ganze wiederholt man ungefähr 10 mal und dann wird gesagt: „Ich bitte Sie,das jetzt auseinanderhalten zu können!“
Äh… Ja… Moment mal! Das sieht doch alles gleich aus! Naja, viele Sachen sind wirklich recht deutlich, aber wenn selbst der mitanwesende zweite Dozent (Ja, der hatte auch studiert) einem nicht sagen kann, wo auf dem Bild nun Osteoblasten und wo Osteoklasten sind, dann kann ich das doch wohl nicht erkennen… Durch muss man trotzdem. Wir haben das Glück, dass wir nicht am Ende des Kurses eine große Klausur haben, sondern ein paar kleine Testate alle zwei bis drei Wochen. Das erste Testat lief auch wirklich gut, aber heute kam dann das zweite… Oh man, das war nun wirklich kein Spaß. Aber man kann ja auch nicht alles bestehen und jetzt muss ich mich erstmal auf die Terminologieklausur sowie auf das Anatomietestat nächste Woche vorbereiten.