„Oh man“ oder „Die kleinen und großen Krisen eines Medizinstudenten“

Manchmal frage ich ich, warum ich eigentlich Medizin studiere. Klar, Arzt werden will ich. Aber irgendwie ist es doch noch viel anstrengender als man sich vorgestellt hat oder zumindest als man sich vorstellen wollte. Wir haben alle im Moment unsere kleinen Krisen und das obwohl das erste Semester nicht mal rum ist. Ob es Spaß macht fragt die Oma und man antwortet selbstverständlich mit „Ja“. Aber macht es das? Naja. Es ist super interessant, klar, aber es gibt auch so viele kleine Sachen, die einfach nerven. Tierisch nerven, wie Fußpilz. Zum Beispiel, wenn die doofe Physiktutorin das Versuchsprotokoll dreimal korrigiert haben will, weil ihr irgendwas nicht passt. Oder wenn man trotz mehrerer Stunden lernen im Seminar nichts beantworten kann. Und wenn das Chemieseminar einen kein Stück weiterbringt. Und mein persönliches Lowlight: Merken, dass man vielleicht doch besser die Biovorlesungen besuchen hätte sollen. Aber selbst schuld. Jetzt muss ich mir bis zur Klausur in drei Wochen irgendwas einfallen lassen. Physik, Chemie und Anatomie stehen ja auch noch an.

Aber Aufgeben gibts nicht! Ich hab mir diesen Studienplatz lange gewünscht und musste einige für mich wichtige Dinge erstmal aufs Eis legen. Für irgendwas muss sich das lohnen! Andere haben nicht so viel Durchhaltevermögen und jetzt schon aufgegeben. Schade drum, denn man merkt: Offenbar ist einigen nicht klar, worauf sie sich einlassen und dass man für so ein Studium höchstwahrscheinlich irgendwas Anderes aufgeben müssen wird. Dafür bekommen andere keinen Studienplatz! Natürlich kann man Fehlentscheidungen treffen, aber ich bitte inständig jeden, sich wirklich gut zu informieren und am Besten ist es, wenn man irgendwie im medizinischen Bereich schonmal irgendeine Tätigkeit gemacht hat. Und wenn es nur ein Praktikum ist. Aber ich schweife ab, zurück zum Thema:
Wir fragen uns gerade alle, warum wir den scheiß eigentlich machen. Aber keine Sorge, dieses Gefühl wird höchstwahrscheinlich vorbeigehen. Das sagen die höheren Semester auch und es haben ja auch schon ganz andere Leute Medizin studiert. Aber trotzdem: Spaß kann man das im Moment wirklich nicht nennen. Echt nicht.
Der Lichtblick: Irgendwann wird sich das Lernen auszahlen, ganz bestimmt.

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