Das Biochemie-Praktikum

Hallo meine Liebsten!

Ich hab euch ja noch gar nicht vom BC Praktikum erzählt, das werde ich nun nachholen. Es wurde im Vorfeld viel erzählt, eigentlich nur Schlechtes. Horrorstories von langweiligen Versuchen und hammermäßigen Testaten mit unfairen Prüfern. Dementsprechend war die Motivation für das Praktikum natürlich direkt im Keller. Dazu kamen die Pflichtvorlesungen zwei Tage vor dem Praktikum, wo sich besonders ein Betreuer als ganz schöner Drachen darstellte, na danke…! Er sollte gleich den ersten Tag betreuen und wir hatten geradezu Angst davor, da wir als zweite Gruppe nicht mal wirklich auf Erfahrungen der vorherigen Gruppen diesen Jahres bauen konnten. Aber nutzt ja nichts, Augen zu und durch.

Aber was war? Der Typ entpuppte sich als echt nett! Der erste Tag war zwar etwas chaotisch und sehr voll gepackt, aber es hat Spaß gemacht. Es ging um Enzyme und wir hatten vier unterschiedliche Versuche zu bearbeiten, zum Beispiel zum Alkohol-Abbau. Ich fand die Versuche auch recht spannend und das Testat an dem Tag mehr als fair: Vierergruppen, jeder hat einen Versuch gezogen. Ich war zum Thema Succinat-Dehydrogenase und Atmungskette dran, was ich recht gut beantworten konnte. Alles halb so wild, wir hatten auch eine ordentliche Mittagspause und trotzdem wesentlich früher frei, als angesetzt war.
Am zweiten Tag haben wir alle einen Glucosetoleranztest über uns ergehen lassen müssen, das war ganz und gar nicht witzig. Jeder der mich kennt weiß, wie grauenvoll meine Laune ist, wenn ich Hunger habe. Dann auch noch mit dieser Laune jemandem Blut abzapfen… Ich glaube meine Partnerin fand das nicht so witzig! 😀 Aber auch das haben wir überlebt, der Rest des Tages ging um Antikörper und das Testat war eigentlich keins, sondern nur ein Gruppengespräch. Mehr als machbar.
Der dritte Tag ging um PCR, was ich im Gegensatz zu den anderen sehr spannend fand. Am vierten und fünften Tag haben wir mit verschiedenen Versuchen ein Serum aufgetrennt, um die Antikörper zu extrahieren. Dafür mussten wir Fällungsreaktionen machen, Elektorphoresegele anfertigen und einen Western-Blot erstellen. Fachbegriffe müsst ihr bitte googlen, dazu habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht die Motivation, sorry. 😉 Bis dahin waren auch alle Testate gut machbar, nur am letzten Tag hatte ich so meine Probleme. Es ging unter anderem um die Konzentration von Hämoglobin, Methämoglobin und Cyanomet-Hb. Dazu wurde ich auch im Testat ausgefragt. Das Problem: Kompletter Blackout. Hatte ich vorher noch genau den Versuch durchgeführt, wusste ich im Testat nicht ein Wort richtig ans andere zu Reihen, was mir mehr als peinlich war. In der zweiten Runde konnte ich zum Glück mit Lipiden, Cholesterin und so alles wieder ausbügeln. 4 ist bestanden, bestanden ist gut… Ihr kennt das.

Damit war das Praktikum auch vorbei und wirklich gar nicht so schlimm, wie alles sagten. Zwar finde ich, dass es nicht sein muss zu jedem Versuch ein Testat abzulegen, aber Alles in Allem waren alle sehr nett und man hat wirklich noch ein bisschen was gelernt. Eigentlich wollte ich ausführlicher über die Versuche schreiben, aber so sonderlich spannend zu erzählen ist das wahrscheinlich nicht. Wenn ihr noch Fragen dazu habt, könnt ihr ja gerne fragen, dann sag ich noch mehr dazu. 🙂

So viel erstmal von mir, heute ist noch einmal Biochemie-Klausur und dann habe ich vielleicht wieder etwas Ruhe. Das Semester hat gut begonnen, bis jetzt ist noch nicht viel zu tun. Dazu also wann anders mehr! Wir lesen uns.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s