Demotivation.

49 Tage. 1182 Stunden. Die Zeit, die mir noch bis zur Physikumsprüfung bleibt. Die letzten vier Wochen waren… Naja. Ich hatte mich verletzt, fünf Tage keine Aussicht effektiv zu lernen. Ich habe Zeit mit meinem Freund verbracht. An manchen Tagen suffizient gelernt. An den meisten kein bisschen. Jetzt bin ich seit einer Woche krank. Das kann ja heiter werden!

Ich habe keine Ahnung, wie die anderen es schaffen, seit Monaten dran zu sitzen. Ich quäle mich jeden Tag an den Schreibtisch um dann meistens nach spätestens einer Stunde entnervt aufzugeben. Ich kann mich einfach nicht konzentrieren, kann den ganzen Mist nicht ordentlich im Kopf behalten. Wofür mache ich den scheiß eigentlich? „Schatz. Im Ernst jetzt, du hast noch zwei Monate bis zum Physikum und das wirst du ja jetzt wohl auch noch schaffen! Aufgeben ist nicht, danach wird alles besser!“ So ungefähr klingt das, wenn ich mal wieder bei meinem Freund bin und mich auskotze. Ich habe keine Lust mehr. So ganz im Ernst und wirklich – keine Motivation diese Prüfung zu machen und weiterhin Ärztin zu werden. Und das ärgert mich tierisch! Ich will lernen wollen. Ich will lernen können. Das Meiste ist ja wirklich nur wiederholen, fast alles habe ich die letzten zwei Jahre schon mal im Kopf und verstanden gehabt. Sollte kein Problem sein. Ist es aber. Klar kann ich mich an den Schreibtisch zwingen und den ganzen Tag irgendwas zusammenfassen, aber leider ist das vollkommen sinnlos. Solange ich keine ordentliche Motivation und keine Lust habe, werde ich mir davon kaum etwas merken können. Scheiße ist das! Dazu kommt Stress wegen der Arbeit, der mir wirklich viele Nerven raubt und auch das macht es eben einfach nicht besser. Ich weiß nicht mehr weiter und hoffe, dass wenn morgen das Semester Seminartechnisch quasi vorbei ist, dass ich mich dann wieder hinsetzen kann. Kann ja nicht angehen, dass mich diese mikrige Prüfung stresst! Was ist das schon? 320 Fragen kreuzen und 45min ein paar Fragen in drei verschiedenen Fächern beantworten. Wo ist das Problem? Ich weiß es nicht.

Ich würde euch viel lieber Positives berichten und sagen, wie toll alles ist. Ist es aber nicht. Das Schlimmste ist aber: Alle anderen scheinen seit Ewigkeiten zu lernen und alles ganz klasse zu meistern. Natürlich ist das Meiste davon sicherlich auch nur Fassade. Aber man glaubt es. Man glaubt, dass man ewig hinter den anderen her ist, aber in Wirklichkeit sind die wahrscheinlich genauso verzweifelt, wie man selbst. Weiß man nur nicht.

Nun ja. Ich werde jetzt – wie immer – mal ein bisschen aufräumen und dann wohlmöglich noch irgendwas schaffen. Oder so… We’ll see.

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5 Gedanken zu „Demotivation.

  1. Sieh es mal positiv – nach dem Physikum wird alles besser. Ich hab damals gekotzt bis dorthinaus und war fest überzeugt, dass es niemals klappt, und alle haben viel viel länger und intensiver gelernt als ich und überhaupt… die kochen auch nur mit Wasser.
    Und nach dem Physikum war plötzlich alles ok.

    PS: in der Tat: Bücher sind völlig überflüssig.

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