Semesterferien

Hallo ihr Lieben!

Die Klausuren sind rum und die erste Woche der „Ferien“ auch. Diese Woche hatte ich komplett frei, was mir sehr gut getan hat. Endlich mal Zeit für andere Dinge als Lernen oder alternativ ein schlechtes Gewissen haben weil nicht gelernt…Herrlich!
Montag ist die freie Zeit allerdings schon vorbei, der geneigte Leser weiß warum: Praktikumszeit! Jetzt heißt das Praktikum allerdings Famulatur und hält (hoffentlich) mehr äzrtliche Aufgaben bereit. Meine Aufgaben werden auf jeden Fall Anamnesen, körperliche Untersuchungen und Arztbriefe sein und ich hoffe mal, dass ich auch Blut abnehmen darf und vielleicht sogar ein paar von den kleinen Eingriffen, die hier gemacht werden zumindest zugucken darf. Assistieren wäre natürlich der Hammer… Wir werden sehen, ich bin irgendwie ziemlich aufgeregt und weiß gar nicht mal wirklich warum. Das Team ist auf jeden Fall sehr nett, wir waren im Untersuchungskurs schon auf der Station. Allerdings war sie da ziemlich unorganisiert und ich hoffe, das zieht sich nicht auch durch die Famulatur.
Was übrigens sehr passend ist, ist der Ostertermin: Vermutlich werde ich ganze vier Tage weniger arbeiten müssen, da an Karfreitag und Ostermontag ja sowieso nichts Geplantes passiert… Ich bin gespannt! 😀

Die Prüfungen habe ich bisher alle bestanden, wenn zwei auch knapp waren, aber das ist mir sooo egal nach diesem Semester! Die Aussage „nach dem Physikum wird alles besser“ ist ja mal sowas von gelogen gewesen… Mit Pathologie, MiBi, KliChi und Pharma hatten wir eigentlich mehr theroetisches Auswendiglernen als vorher. Aber ich bin mir sicher: AB JETZT wird es wirklich nur noch besser!

Das war es von mir, ihr lest demnächst sicher einen Famulaturbericht. Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende ❤

Schon wieder ein Histokurs?

Hallo ihr Lieben, lange ist es her aber nun habe ich endlich mal wieder was Vernünftiges zu berichten! Wie der Titel schon sagt, geht es um den nächsten Histokurs (Mikroskopieren und so, wisst ihr sicher noch!). Diesmal war aber natürlich nicht das gesunde Gewebe dran, sondern das kranke. Der ein oder andere ahnt es sicher schon: Wir sind in der Pathologie gelandet!

Die Pathologie-Lehre besteht bei uns nun im fünften Semester aus einer Vorlesung über allgemeine Pathologie und aus einem 10-stündigen Histokurs. Die Vorlesung war mal so, mal so. Die Stunden zur Tumorpathologie fand ich mega spannend, auch Entzündung war okay, während ich bei den Pathologien der Leber zum Beispiel dann doch nicht mehr richtig zugehört habe. Nun, das könnte aber auch an der Uhrzeit gelegen haben, diese Vorlesung war nämlich morgens um 8:00 und ich musste dafür in die Stadt fahren und dann ins ganz am Ende der Klinik gelegene Pathologische Institut. Hatte ’n bisschen was von Fernsehserie, wie dieses riesige alte Gebäude so völlig ab vom Schuss ganz alleine steht. Auch die Dozenten waren zugegebenermaßen teils etwas spooky! 😀

Nun aber zum Histokurs. Der erste Dozent war wirklich, wirklich grauenhaft. Er sprach Deutsch mit einem so starken Akzent, dass man kaum die normalen Sätze verstanden hat, bei Fachbegriffen war ich ganz raus. Kann er vielleicht nicht viel für, aber für Lehre in einem doch recht großen Hörsaal mit 60 Mann ist das einfach nichts. Gut, dass wir am zweiten Kurstag einen anderen Dozenten hatten, der auch geblieben ist. Er hat uns zunächst ganz allgemeine Veränderungen von Geweben gezeigt, wie die Hypertrophie (Vermehrtes Wachstum) des Herzens oder die Atrophie (Abbau) des Pankreas. Nach und nach kamen dann Entzündungen, Thrombosen, Gichtablagerungen und was nicht sonst alles dazu. Und ich muss sagen: Spannende Sache! Zwar bin ich im Mikroskopieren nicht besonders gut, weil ich irgendwie finde, dass das Meiste ziemlich gleich aussieht, aber da hab sogar ich ein bisschen was erkennen können. Cool war am Ende der Block zu Tumoren: Auch wir können anhand gar nicht so schwer zu entdeckender Gewebsveränderungen einen Tumor diagnostizieren und eigentlich ist auch die Klassifizierung gar nicht so schwer! Der Dozent war zwar anfangs viel zu schnell in seinem Vortrag, aber er hat zunehmend eigentlich alle Fragen klären können und am Ende waren wir wirklich gut auf die Prüfung vorbereitet, auch wenn man das vor der Prüfung nicht meint.
In der Prüfung habe ich dann ganz im Gegensatz zum Physikum beide Präparate erkannt und konnte mit ein bisschen Hintergrundwissen (na gut: Und zwei recht peinlichen Hängern…) eine Zwei bekommen. 🙂 Nun kommt nur noch die Klausur in Pathophysiologie, aber das ist dank unserer super Vorkliniklehre eigentlich nur Wiederholung.

Also, so schlimm ist dieses Semester eigentlich gar nicht, auch wenn ich im Oktober und November doch ziemlich gemeckert habe. Das lag daran, dass uns gesagt wurde, die Klinik wäre ganz anders und viel besser als die Vorklinik mit viel weniger auswendig lernen und so. DAS stimmt definitiv nicht, aber spannender ist es eigentlich schon! Und vor allem: Diesmal weiß ich, wofür es mal gut ist. 🙂

So, das wars erstmal von mir. Ich muss dringend weiter Pharma lernen! Drückt mir die Daumen für Freitag, das wird ein kleiner Tanz auf dem Seil für mich und meine Kommilitonen. Aber wird schon, hoffentlich!