Nur noch 3 Semester.

Dieser Beitrag liegt seit einiger Zeit in meinem Entwürfe-Ordner, ich weiß nicht genau, warum er nicht abgeschickt wurde. Also hier mein Beitrag zum siebten Semester, den ich im Februar geschrieben habe:

Morgen ist es so weit: Letzte Prüfung und dann ist das 7. Semester auch rum. Wie auch immer das passieren konnte… Dieses Semester war gleichzeitig ziemlich cool und ziemlich anstrengend. Cool war Neurologie, da haben wir viele tatsächlich interessante Vorlesungen gehabt, die Seminare waren sinnvoll und die beiden POL Fälle nicht von vornherein klar. Außerdem ist hier die Lehre mal sehr organisiert, das war bisher ja durchaus eher nicht so. Es gibt viele studentische Tutoren, die dementsprechend auch wirklich Lust auf das Fach haben. So macht das Lernen dann auch wesentlich mehr Spaß. Allerdings warte ich immer noch auf ein Prüfungsergebnis (seit 3 Monaten!) und bin mal gespannt, ob ich das jemals bekomme. Edit: Das Ergebnis kamen dann im März und ich bin sehr zufrieden. Es gab ein Problem, da es um eine abgegebene Arbeit ging und die eigentliche Ärztin diese aus irgendeinem Grund nicht geprüft hat. Das ist erst am Ende aufgefallen. Tja nun…
Ganz interessant war auch Psychiatrie, auch wenn das absolut nicht mein Fach ist und ich ehrlich gesagt wenig Nerv dafür habe. Naja, muss man durch. Wir hatten ein Seminar, zu dem jede Woche ein Patient eingeladen war und von einem Team von uns befragt wurde. Das war eigentlich ganz spannend, da die Krankheitsbilder recht unterschiedlich waren. Im Gegensatz dazu hatten wir bei Psychosomatik drei Mal eine Frau mit Anorexie, das ist dann irgendwann auch nicht mehr so interessant.

Dann gab es natürlich noch Innere und Chirurgie.. Tja nun, nachdem wir letztes Mal Thorax hatten, kam jetzt natürlich Abdomen. Mein geliebtes Abdomen (NICHT!)… Hier war allein die Organisation schon wesentlich schlechter, als im anderen Block und das Thema trägt nun auch nicht grade zur Begeisterung bei. Ich bin auch mal auf das Klausurergebnis gespannt, die war gar nicht so einfach. Edit: 2, kann ich wohl mit zufrieden sein. Übrigens gab es danach im achten Semester noch mal Seminare zum Thema Abdomen. Hat keiner so genau verstanden warum, aber war interessant.

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Achtes Semester – Teil 2

Nun zu den restlichen Fächern des achten Semesters. Zum einen war da das Thema Rheumatologie. War vorher nicht mein Thema, ist hinterher noch immer nicht wirklich mein Thema. Leider war die Vorlesung nicht besonders gut, da mal wieder nur Folien abgelesen wurden und das schmälert meine Motivation einfach total. Wenn der Dozent selber keinen Bock hat, ist es halt blöd. Schön waren aber die Seminare, da hatten wir einen sehr sehr engagierten jungen Facharzt, der sich wirklich Mühe gegeben hat und der uns einige Sachen noch mal näher gebracht hat, die wir in der Vorlesung noch nicht richtig verstanden hatten. Leider hat das für die Klausur nicht genug gebracht, ich hab zwar bestanden, aber die angestrebte eins in Innerer Medizin schaffe ich jetzt nicht mehr… 😀 Ja ich weiß, ist völlig egal, aber ich hab ja doch Ehrgeiz. 😉

Nächstes Thema: Dermatologie. Nun ja. Wer mich auf Twitter liest, wird es mitbekommen haben: Die Lehre fand ich wirklich gut! Das Praktikum hat wider Erwarten Spaß gemacht und wir konnten viele interessante Krankheitsbilder sehen und haben – dachte ich zumindest – viel gelernt. Auch die Vorlesung war spannend, da die Dozenten einigermaßen motiviert waren, uns ihr Fach näher zu bringen. Und was passiert dann? In der Klausur wird Facharztwissen abgefragt. Ohne Scheiß, selbst die Ärzte im Praktikum haben gesagt, dass sie viel nicht auf Anhieb beantworten konnten und die Fragen wirklich schwer fanden. Aber natürlich hat jeder Fragesteller das auf den Folien gehabt, klar. Das passt schon. Aber es ist halt scheiße, wenn auf 80 Seiten was zur Psoriasis vulgaris steht, man dann aber zu einer seltenen und auf nur zwei Seiten behandelten Sonderform befragt wird. Was soll denn sowas? Ich hoffe mal, die Nachklausur kriege ich hin, wenn man nach fünf Jahren wegen Derma am Studium hängen bleibt, wäre das doch wirklich völlig absurd!

Aber genug des Meckerns, jetzt komme ich zum interessanten Teil: Ich glaube ich weiß jetzt, was ich machen will. Es gab da nämlich noch drei Themen, die sich sogar sehr gut ergänzen: Unfallchirurgie, Orthopädie und Rehabilitative Medizin. Wow. Das war mal richtig cool! Reha haben die meisten meiner Kommilitonen natürlich belächelt, aber ich fand es wirklich spannend. Wir haben zum Beispiel viel zu Naturheilverfahren gelernt, die übrigens nichts – gar nichts! – mit Globuli zu tun haben. Dazu habe ich dann auch gleich noch eine Seminarreihe belegt und muss sagen, dass das schon eine ziemlich coole Sache ist. Allein schon, dass wir alles ausprobieren durften: Einen Tag probierten wir aus, was verschiedene Bäder und Güsse für Auswirkungen auf den Körper haben, am nächsten Tag testeten wir verschiedene Stromtherapien. Cool! Der Physiotherapieteil ist natürlich auch super, vor Allem wenn immer irgendwer massiert wird! 😉
Aber Reha, ich weiß ja nicht. Ich hab zwar früher schon mal überlegt, ob ich nicht Physiotherapeutin werden will, aber das hätte ich ja machen können. Dafür muss ich jetzt nicht unbedingt studieren. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das noch.

Noch besser war Unfallchirurgie, die Vorlesung war sehr spannend, allein schon wegen der Bilder natürlich. Während meine Sitznachbarin regelmäßig würgen musste, war ich hauptsächlich fasziniert und hätte gerne selber dran rumgebastelt. Also wohl doch Chirurgin, tja nun. Es gab dazu leider keine weiteren Kursangebote, aber nächstes Jahr gibt es mal wieder eine Tagesveranstaltung zum Thema.

Aber was mich wirklich fasziniert hat – hätte mir das vorher einer gesagt, ich hätte gelacht! – war Orthopädie. Was für ein cooles Fach! Mich hat vor allem fasziniert, wie vielfältig das Fach ist. Es gibt nicht nur Herz oder Darm, sondern Hände oder Wirbelsäulen oder Knie. Es gibt zwar größtenteils Arthrose bei älteren Menschen, aber es gibt eben auch Schäden bei Sportlern, es gibt angeborene Fehlstellungen bei Säuglingen und zum Beispiel Skoliosen bei größeren Kindern. Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten, sich zu spezialisieren oder halt eben nicht. Man kann sich ja eben so gut niederlassen, der Bedarf an Orthopäden wird in den nächsten Jahren sicher nicht abnehmen. Und wenn man Lust auf puzzeln hat, wie oben: Unfallchirurgie und Orthopädie sind ja auch noch eine gemeinsame Facharztausbildung. Sehr, sehr cool. Und wie gut, dass ich aus Gründen noch zwei Famulaturen machen muss, ich weiß wo eine davon sein wird. In der Klinik waren wir im achten Semester auch mehrfach und ich muss sagen, es war das erste Mal, dass alle Mitarbeiter wussten, dass Studenten kommen. Sie waren vorbereitet und vor allem: Nett! Das Klima war wirklich gut, man hat gemerkt, dass sich dort respektiert wird. Und denen hat die Lehre auch einfach wirklich Spaß gemacht, genauso wie mir und meinen Kommilitonen dadurch. Wenn alle Fächer so wären, würde das Studium bedeutend mehr Spaß machen!

Das achte Semester war bisher definitiv mein Lieblingssemester! Wenn man von der einen blöden Klausur mal absieht, hat das Meiste tatsächlich mal Spaß gemacht und es gab wenig unmotivierte Dozenten. So stelle ich mir das vor!

Achtes Semester – Teil 1

Time flies! Schon wieder sind einige Monate vergangen und ich habe nichts geschrieben. Heute möchte ich noch mal das achte Semester rekapitulieren, es gab viele interessante Themen und tatsächlich weniger zu meckern als sonst! Das achte Semester ist bei uns in Blöcke aufgeteilt, einmal den Vorlesungsblock und dann sowohl zwei Blöcke Praktikum, als auch zwei Blöcke Seminare.

Fangen wir mit den Praktikumsblöcken an, hier hatten wir Innere, Chirurgie und Allgemeinmedizin. Innere war leider nicht sehr spannend, wir haben den ganzen Vormittag Blut abgenommen und dann ewig Visite gemacht, da es teilweise nur einen Arzt gab, hat das auch ewig gedauert. Naja. Schade fand ich auch, dass wir wieder auf der gleichen Station waren, wie vorher schon. Ich finde Kardio zwar spannend, aber ich hätte mir auch gerne noch mal was anderes angeguckt. Allerdings war das ganze auch wieder gut für die Routine, Blutabnehmen und Aufnahmegespräche/-untersuchungen macht man ja im PJ auch hauptsächlich, es schadet also nicht.
Das Chirurgie Blockpraktikum fand ich super! Ich war mit einer Kommilitonin auf der Gefäßchirugie und wir durften an drei von fünf Tagen in den OP, wo wir auch assistieren durften. Nur zu zweit zu sein war da sehr vorteilhaft, die anderen Gruppen waren wesentlich größer, sodass nicht jeder assistieren konnte. Gut, bei uns war das assistieren jetzt nicht herausragend spannend, da richtige Mitarbeit nur bei zwei Amputationsresektionen möglich war, aber steril mit am Tisch stehen finde ich allgmeien schon mal ziemlich cool, vor allem weil die Chirurgen wirklich nett waren und alles sehr ausführlich gezeigt und erklärt haben. Übrigens, den Klassiker gab es auch: Wenn der Chirurg „Ach scheiße“ sagt, sollte man schon mal Kompressen bereit legen. Er hatte in dem Moment nämlich leider seinen vorher 45 Minuten lang präparierten Bypass zerissen. Ziemlich ärgerlich und vor allem ziemlich blutig… Aber keine Sorge, er hat ihn am Ende vernünftig gelegt bekommen und wir waren immerhin noch pünktlich zum Mittagessen. Die anderen beiden Tage haben wir mit der Wundschwester verbracht und haben viele verschiedene Verbände gezeigt bekommen und durften diese auch selber wechseln. Das ist spannender, als es sich anhört! Verbandwechsel ist zwar jetzt nicht unbedingt Hexenwerk, aber es gibt doch einiges zu beachten und wahnsinnig viele verschiedene Möglichkeiten, wie so ein Verband aussehen kann.
Alles in Allem durften wir also relativ viel machen, dafür dass wir nur eine Woche da waren und ich denke, ich habe auch ein bisschen was mitnehmen können.

Überrascht hat mich übrigens das Allgemeinmedizinpraktikum! Da ich nicht in die Stadt wollte, hatte ich ungefähr eine halbe Stunde Anfahrt, aber das hat sich wirklich gelohnt! Meine Praxis bestand aus drei Allgemeinmedizin-Fachärzten und einer Weiterbildungsassistentin und war in einem ganz hübschen, sagen wir mal mittelgroßen, Dorf – man brauchte immerhin fast zwei Minuten von einer Seite zur anderen mit dem Auto! Ich hatte vor Allem Kontakt mit dem Arzt, der mich auch am ersten Tag in Empfang nahm und mir erstmal alles zeigte und meine Erwartungen erfragte. Ich sagte ihm recht ehrlich, dass ich mir nicht sehr viel erwartete, aber die Landarztpraxis gewählt habe, weil ich mir da die größten Chancen ausrechnete, wirklich mal einen weiten Überblick über Allgmeinmedizin zu bekommen. Challenge accepted!
Gleich am ersten Tag durfte ich wirklich mitarbeiten, mir Therapien überlegen und auch gleich „handwerklich“ tätig werden, als ein Patient mit Schulterschmerzen kam und von mir dagegen „gequaddelt“ wurde (Das heißt, dass ich ihm ein Schmerzmittel unter die oberste Hautschicht gespritzt habe). Da er noch zwei Mal wieder kommen sollte, konnte ich das sogar gleich mehrfach üben.
Außerdem wurde ich täglich zu Hausbesuchen mitgenommen, was sehr sehr spannend war. Eine Situation ist mir da besonders in Erinnerung geblieben und wird einen eigenen Beitrag bekommen. Neben der Praxis im großen Dorf gab es auch noch Sprechstunden in zwei sehr kleinen Dörfern, die besonders von alten Menschen genutzt werden, die nicht mal eben in die Praxis im nächsten Ort fahren können. Auch das fand ich sehr interessant, weil es dort bis auf die Hausbesuchstasche, den mitgebrachten Laptop mit der Praxissoftware und einer Patientenliege nichts gab – wir mussten also tatsächlich mit den Händen, dem Stethoskop und gesundem Menschenverstand arbeiten. So hatte ich mir das erhofft! Eine weitere Aufgabe „meines“ Landarztes war auch noch die Visite im Altenheim, wo ich auch mitgekommen bin. Die Patienten haben sich teilweise richtig gefreut, dass ihr Arzt ein Mal die Woche rumkommt und sie mit ihm ein bisschen quatschen können, zumal es für viele ja auch seit Jahren der Hausarzt ist.
Ich könnte noch einiges mehr erzählen, aber ich denke das ist nicht besonders interessant. Es hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht, mal bei einem „richtigen“ Landarzt reinzuschnuppern und es war die reine Freude, wie viel Spaß der Arzt (und auch die Ärztinnen natürlich) an seiner Arbeit hatte. Es war das erste Mal, dass ich mir Allgmemeinmedizin wirklich vorstellen konnte!
Fazit: Wenn ihr könnt, dann macht das Allgemeinmedizinpraktikum unbedingt bei einem Landarzt! Klar, man fährt dafür dann vielleicht mal ein bisschen, aber man bekommt dafür auch einen tollen Einblick in einen wirklich schönen Beruf. Wenn euer Arzt dann auch noch so motiviert ist wie meiner, dann könnt ihr richtig was lernen. Und vor allem: Ärgert euch nicht, dass ihr 6 Wochen Allgmeinmedizin machen müsst im Studium, man kann das ganze wirklich interessant gestalten und wenn man sich gut anstellt, wird man viel mehr eigenständig arbeiten und denken dürfen, als man es im Krankenhaus tut.

So viel zu den Praktika, der Rest des achten Semesters folgt. 😉

Halbzeitgedanken.

Hallo ihr lieben Menschen, die eventuell noch meinen Blog lesen, auch wenn er ziemlich in der Versenkung verschwunden ist. In den letzten Monaten ist viel passiert und ich weiß gar nicht, was ich alles schreiben kann. Beziehungsweise, was ich schreiben kann weiß ich schon, was ich soll ist eher die Frage. Das ist auch ein Grund, warum hier nichts mehr kommt. Ja gut, und dass ich einen Haufen bei twitter schreibe und dann nicht mehr das Bedürfnis hab, es hier abzuladen. Naja. Erster Beitrag nach x Monaten, here you come:

Vielleicht fang ich erstmal mit jetzt an und schreibe dann ein paar Artikel, die ich dann nach und nach poste. Das wäre doch mal eine Idee. Die letzten Tage haben mal wieder ungefähr eine Million Leute gefragt, was ich denn später mal machen möchte. Standardantwort ganz früher: Neurochirurgin. Standardantwort vor und am Anfang des Studiums: Kardiochirurgin. Standardantwort bis vor kurzem: Irgendwas mit Kardio (…vermutlich Innere, weil Kardiochirurgie sich schlecht mit Familie vereinbaren lässt…). Standardantwort jetzt: Ja, was eigentlich? Ich versuche mich momentan aus der Affäre zu ziehen und irgendwas unverfängliches zu sagen. Meistens „Irgendwas mit Chirurgie“ oder weiterhin „Irgendwas mit Kardio“. Man kann ja eh sagen was man will, merkt sich kaum einer. Aber was WILL ich denn eigentlich?

Neulich, vor dem Semester, hab ich eine Woche in einem nahegelegen Klinikum schon mal ein paar Wahlfachstunden gesammelt. Mit dabei war ein Tag in der Gyn. Ich hab das vermeintlich kürzere Streichholz gezogen und „musste“ in den OP, statt in den Kreißsaal zu „dürfen“. Was dann folgte, war aber eigentlich klar: Kolibri ist geknickt, weil sie Babies holen wollte und nicht durfte. Kolibri zieht statt dessen die grünen Klamotten an und fühlt sich schon wieder ein bisschen besser: Endlich mal wieder im OP! Und diesmal nicht zum Striche machen. Anästhesie – zumindest der Teil mit den OPs – wäre ja mal so gar nichts für mich. Aber OPs, tja, die finde ich cool. Und dann? Einfach daneben stehen? Pustekuchen! Die Chefärztin höchstpersönlich zeigt mir, wie man sich wäscht; die (es gibt sie also doch!) nette OP-Schwester hilft mir beim Steril anziehen und schwupp – ich stehe am Tisch und halte Haken. Und das ist so viel besser als Babies holen und vor allem scheine ich das sogar zu können. Ihr mögt jetzt vielleicht fragen wollen, was man daran nicht können kann, aber glaubt mir einfach: Es ist nicht so einfach, sich in seinem ersten OP Aufenthalt nicht unsteril zu machen, keinem im Weg zu stehen, die Haken zur Zufriedenheit der Chefin zu halten und auch noch die ein oder andere Frage beantworten zu können. Ich war hinterher zwar klatschnass, aber glücklich. Scheiß auf Babies, operieren will ich!  Tja, und da steh ich also nun wieder vor der Ausgangsfrage: Was will ich eigentlich nach dem Studium machen? Gut, es ist erst Halbzeit. Ich hab noch drei Jahre. Aber es wäre schon sinnig, wenn man die in Frage kommenden Fächer mal ausprobiert hat vorher. Das Problem an der Sache ist aber, dass man von den vier Famulaturen nur zwei in der Klinik machen darf. Die anderen beiden müssen in einer Praxis oder Ambulanz sein, eins davon Hausarzt. Na toll. Jetzt stehe ich also vor der Frage, wie kriege ich verdammt noch mal Gyn, Kardiochirurgie und die eigentlich noch gewünschte Palliativmedizin in eine verbleibende Famulatur? Manchmal hasse ich diese dämlichen Vorschriften. Mehr als diese eine Klinik-Famulatur schaffe ich nämlich nicht mehr, außer ich mache nach dem zehnten Semester noch eine oder ich setze ein Semester aus. Toll. Ja gut, ich könnte auch einfach meine Pläne für nächstes Jahr im Sommer noch mal kippen, aber das ist es dann wahrscheinlich auch nicht wert.

Fazit des heutigen Blogbeitrags ist die Frage: Wie soll man sich denn bitte entscheiden, bei der riesigen Anzahl an interessanten Fächern?

Sechstes Semester <3

Hallo ihr Lieben!

Das neue Semester ist nun einen Monat alt und was soll ich sagen? Es ist ziemlich toll! Allem voran der Kardioblock: Endlich machen wir mal etwas, was mich wirklich und vor allem komplett interessiert. Die Dozenten sind weitgehend gut und versuchen uns den Spaß an Kardiologie und Kardiochirurgie zu vermitteln (Ist bei mir nicht nötig, ihr wisst ja, dass ich Kardio liebe <3). Die Seminare sind zwar teilweise ein bisschen langatmig, aber bisher haben wir immer etwas gelernt. Und das aller Beste: Bisher verstehe ich alles und das Meiste ist noch mal Wiederholung von dem, was ich in der Famulatur schon gelernt habe. Ich habe also ganz gute Chancen, dass davon was hängen bleibt. Herrlich!
Apropos hängen bleiben: Aus Pharma weiß ich noch erstaunlich viel! Ich bin auch da richtig begeistert, was das Hirn so leisten kann.

Was ein bisschen dröge ist, sind bildgebende Verfahren, die Radiologen (Sorry Pippo :* ) sind ja doch nicht so ganz von dieser Welt! 😀 Aber andererseits ist das ein ziemlich wichtiges Fach und ich freue mich auf meinen Röntgenkurs nächste Woche, nachdem ich kürzlich schon einen mehrtägigen Sonokurs hatte. Kaum zu glauben: Nach ein paar Terminen kann man echt schon ganz gut mit dem Gerät umgehen und weiß zumindest, wie man ein schöneres Bild kriegt und wie man den Schallkopf bewegen muss, um den besseren Bildausschnitt zu bekommen.

Dann gibt es da dieses Semester noch Biometrie oder medizinische Statistik oder sowas – ich hab noch nicht ganz verstanden, was aus dem QB grade dran ist…. – das ist eigentlich ganz spannend, wenn auch viel Mathe und da vor allem eben Statistik. Mit Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung hab ich mich schon immer etwas schwer getan, daher ist es nicht grade mein Lieblingsfach. Aber generell sind medizinische Studien ja schon spannend und man sollte sich zumindest mal damit beschäftigt haben, damit man sie hinterher vernünftig lesen kann.

Das ist es eigentlich weitgehend. Es gibt noch ein oder zwei kleinere Fächer, da allerdings nur Vorlesungen von denen ich bisher zwei besucht habe. Lohnt die Erwähnung kaum… 😀

Schönes und sonnenreiches Wochenende euch noch!

Famulaturbericht Teil 2

Hallo ihr Lieben!

Ich wollte mich ursprünglich jede Woche aus der Famulatur melden, aber dafür war es zu unspektakulär – Spaß gemacht hat es aber trotzdem! Meine tägliche Arbeit war morgens Blut abnehmen (4-12 Patienten) und danach Aufnahmen machen, also Anamnesegespräch plus körperliche Untersuchung. Das hat mir ordentlich Übung gegeben, gefühlt fast schon ein bisschen Routine!

„Besondere“ Sachen habe ich natürlich auch gemacht, die Ärztinnen mochten mich offenbar, sodass ich überall mal reingucken durfte. Ich schreibe am Besten mal zu allem ein bisschen:

Ergometrie: Patienten auf dem Fahrrad mit EKG, Blutdruck und teilweise auch zusätzlicher Spirometrie. Das ist erstmal die Grundkonstellation und nicht weiter aufregend. Das Tolle an der Sache war viel mehr die Ärztin, die wirklich zu allem Fragen stellte und so nicht nur vorhandenes Hintergrundwissen wiederholte, sondern auch wirklich Unmengen an weiteren Details einbrachte. Hervorgekramt aus der letzten Ecke des Kopfes bei mir zum Beispiel: Wenn ein interner Defi (ICD) unkontrolliert schießt, einfach einen Magneten drauf legen, solange ist er abgestellt und der Patient wird nicht geschockt. Anders beim Schrittmacher: Der wird dann normalerweise auf eine voreingestellte Freuqenz umgestellt. Muss man auch erstmal wissen. (Damit ich nicht in Teufels Küche komme: Probiert sowas auf gar keinen Fall aus, wenn ihr nicht Arzt seid!)

Langezeit-EKG Auswertung: Das war nicht so spannend, ist im Prinzip wie jedes andere EKG auch, nur dass man halt 24h auswerten muss. Erkenntnis hier: Es gibt intermittierendes Vorhofflimmern, das auch einfach so wieder in einen Sinusrhythmus konvertieren kann. Wusste ich vorher auch nicht!

Herzkatheter: Hier hatte ich leider nicht so viel von, da es nur zwei schwierige Patienten gab und der Oberarzt da lieber keinen Studenten direkt bei gehabt hat. Konnte ich auch verstehen, zumal ich auch dachte, dass die Assistenten am Monitor mir auch einiges erklären können. Leider waren die da aber irgendwie nicht so gesprächig oder kompetent oder was auch immer. Der letzte Patient kam als Notfall rein, dabei: Die Oberärztin. Ich sag euch, da wollt ihr nicht Patient sein! Die Frau war völlig hektisch (Ja, Notfallsituation, aber trotzdem völlig unnötig) und hatte offensichtlich kein Konzept dafür, dass der Patient vielleicht nicht so kooperativ ist. Wer kann aber auch einem 80 Jährigen, dementen und ziemlich weggetretenem Opa verdenken, dass er nicht auf einem harten Tisch liegen mag, die Arme über dem Kopf verschränkt, mit zwei Röntgenbögen über sich und einem merkwürdigen Ziepen in der Leiste? Es uferte dahin aus, dass die OÄ irgendwann anfing zu schreien und versuchte, die Arme des Patienten irgendwie anzubinden. Erst nach ziemlich unangenehmen 10 Minuten für alle Beteiligten kam sie darauf, ein Sedativum zu geben… Danach hatte ich dann auch erstmal genug vom Herzkatheter, so kann man doch unmöglich arbeiten geschweigedenn lernen!

Elektrophysiologie: Der Teil ist eigentlich wie Herzkatheter, nur ein bisschen abgespaced! Hier werden hauptsächlich mit Strom zusätzliche Leitungsbahnen am Herzen verödet, womit Rhythmusstörungen behoben werden können. Es kommt hier sehr darauf an, wie gut der Arzt erklären kann und will. Beim ersten Mal habe ich relativ viel verstanden, da haben wir eine Isthmusablation gemacht, um ein Vorhofflattern zu beenden. Da jetzt aber zu erklären, was genau ich gelernt habe ist leider zu schwierig, ohne ein bisschen was zu zeichnen und ziemlich viel Vorwissen zu erklären. Seht es mir nach ❤ Auf jeden Fall habe ich beim nächsten Patient (anderer Arzt) leider nicht mehr so viel verstanden, das war vielleicht aber auch wirklich schwieriger zu erklären.
Zusätzlich zu diesen invasiven Untersuchungen gab es auch noch ein paar Kardioversionen, die ich selber durchführen durfte. Fast wie im Fernsehen: Paddles aneinander reiben, drauf drücken und *wumm* – Herrlich 😀 !

Schrittmacher-OP: Endlich mal wieder ein bisschen OP-Luft! Hier durfte ich anschauen, wie ein ICD implantiert wird. Coole Sache, da das vom „normalen“ Kardiologen gemacht wird und nicht vom Herzchirurg und somit für mich nicht völlig abwegig ist. Procedere funktioniert wie folgt: Es wird ein Schnitt unter dem Schlüsselbein gemacht und unter dem Brustmuskel eine Tasche für den Defi frei gemacht. Dann werden über die V. basilika (oder eine andere gut präparierbare Vene) die Schrittmacher und Defi-Sonden eingeführt und unter Röntgenkontrolle an die richtige Position gebracht. Die Kabel werden mit dem Defi/Schrittmacher verbunden, der wird getestet und dann in die Tasche gesteckt. Am Ende wird alles wieder zugenäht und ist für Studenten eine ziemlich coole Sache, wenn es auch nur ungefähr eine Dreiviertelstunde dauert. Aber OP ist halt immer irgendwie cool – zumindest für mich!

Schrittmacher-Kontrolle: Das war eher zufällig, der schnuckelige (sic!) Assistenzarzt lief mit einem sehr merkwürdigen Gerät in unser Arztzimmer. Ich fragte was das ist, woraufhin er nur meinte „wenn du Zeit hast, komm mit, ich zeigs dir“. Gesagt, getan. Wir sind also auf die IMC gegangen und haben mit dem merkwürdigen Gerät: *tadaaaa* einen Schrittmacher ausgelesen. Die Fragestellung dabei war ob der SM noch richtig funktioniert, da das EKG eher so aussah als würde die Stimulation nicht richtig ausgelöst werden. Ich versuche mal zu erklären, was damit gemeint ist: Der SM war so eingestellt, dass er Vorhof und Kammer stimulieren kann. Das funktioniert so, dass zunächst der Vorhof stimuliert wird und das Gerät schaut, ob diese Stimulation richtig auf die Kammern fortgeleitet wird und somit für einen suffizienten Herzschlag sorgt. Funktioniert diese Überleitung nicht, wird noch mal in der Kammer stimuliert, um den Herzschlag auszulösen. Und irgendwas in diesem System hat nicht funktioniert, was wir mit dem Auslesegerät aber beheben konnten, damit kann man den Schrittmacher nämlich auch einstellen (das ist aber insgesamt ganz schön kompliziert).
Außerdem haben wir an einem anderen Tag noch einen ICD ausgelesen, der offensichtlich falsch geschockt hatte. Was hier besonders cool war: Neben dem Schock, den die Patientin gemerkt hatte, gab es noch zwei weitere, an die sie sich nicht erinnern konnte. Hier hat der Defi nämlich funktioniert wie er sollte: Die Patientin hatte beide Male ein astreines Kammerflimmern und ihr wurde demnach von ihrem ICD das Leben gerettet! Das ist schon eine ziemlich coole Sache wenn man bedenkt, dass sie da vermutlich alleine zu Hause war und somit ziemlich sicher daran verstorben wäre. Den Ausdruck vom Kammerflimmern und der Intervention hat der Arzt mir ein paar Tage später noch auf Station gebracht, weil ich so fasziniert war. 🙂

Echokardiografie: Hier habe ich leider nicht so viel Zeit verbracht, da angeblich immer super viel zu tun war. Nun ja… Sag ich nichts zu! Das mal als ich da war, war aber ganz spannend. Wie ein Herz im Ultraschall aussieht ist mir ja generell nicht unbekannt, aber wie man die unterschiedlichen Blickwinkel einstellt und das ganze dann auch noch auswertet, ist schon irgendwie eine Kunst für sich! Ich hoffe, da kann ich mal ein paar Tage und Wochen mehr verbringen, damit ich das vernünftig lerne.

 
So. Das müsste jetzt eigentlich alles wesentliche gewesen sein. Die vier Wochen Kardio haben mir auf alle Fälle super gefallen und ich habe wirklich eine Menge gelernt! Klar bin ich immer noch meilenweit davon entfernt, ein EKG wirklich sicher auswerten zu können, wenn es nicht grade der offensichtliche STEMI ist, aber trotzdem fühle ich mich wesentlich sicherer dabei und auch bei Anamnese und Untersuchung und das war ja das Ziel der Sache!
Besonders gefreut hat mich, dass mir am Ende wirklich alle gesagt haben, dass ich das richtig gut gemacht habe und dass ich so weiter machen soll. Das ist schon ein klasse Gefühl! 🙂 ❤
Den nächsten Bericht bekommt ihr dann, wenn das Semester wieder richtig los gehtv

Meine erste Famulatur

Hallo ihr Lieben,

heute schon der erste Bericht von meiner Famulatur: Es ist herrlich! Montag um 7:30 wurde ich direkt vom lieben PJler zum Blutabnehmen mitgenommen und durfte die Hälfte selber machen. Dann haben wir gemeinsam die Patienten aufgenommen und sind schon mal ein paar EKGs durchgegangen. Mit den beiden super netten Assistenzärzten haben wir dann alle Patienten besprochen und mir wurde viel erklärt. Genau so, wie es sein soll!
Am Dienstag dann das gleiche Spiel, nur dass dazu die Oberarztvisite kam, in der ich natürlich prompt ausgefragt wurde. Viele Fragen konnte ich beantworten und der Oberarzt verabschiedete sich mit „Sie sind schon sehr gut!“, da war ich schon ein bisschen stolz auf mich! Auch der Oberarzt ist übrigens richtig nett, genauso wie alle anderen Ärzte und PJler, die ich bisher kennen gelernt habe! Ich bin wirklich begeistert!
Heute habe ich dann auch alleine Blut abgenommen und eine Aufnahme gemacht, die ich hinterher mit der Stationsärztin besprochen habe. Und tatsächlich habe ich nur zwei kleine Sachen vergessen zu fragen, der Rest war okay. :

Sehr cool ist übrigens auch, dass es jeden Tag einen kurzen Fortbildungsvortrag gibt, zu dem wir auch kommen dürfen und sollen

Alles in allem bin ich ziemlich glücklich, auf einer so tollen Station gelandet zu sein und ich glaube, ich werde dort sehr viel lernen!
Fortsetzung folgt…

Semesterferien

Hallo ihr Lieben!

Die Klausuren sind rum und die erste Woche der „Ferien“ auch. Diese Woche hatte ich komplett frei, was mir sehr gut getan hat. Endlich mal Zeit für andere Dinge als Lernen oder alternativ ein schlechtes Gewissen haben weil nicht gelernt…Herrlich!
Montag ist die freie Zeit allerdings schon vorbei, der geneigte Leser weiß warum: Praktikumszeit! Jetzt heißt das Praktikum allerdings Famulatur und hält (hoffentlich) mehr ärztliche Aufgaben bereit. Meine Aufgaben werden auf jeden Fall Anamnesen, körperliche Untersuchungen und Arztbriefe sein und ich hoffe mal, dass ich auch Blut abnehmen darf und vielleicht sogar ein paar von den kleinen Eingriffen, die hier gemacht werden zumindest zugucken darf. Assistieren wäre natürlich der Hammer… Wir werden sehen, ich bin irgendwie ziemlich aufgeregt und weiß gar nicht mal wirklich warum. Das Team ist auf jeden Fall sehr nett, wir waren im Untersuchungskurs schon auf der Station. Allerdings war sie da ziemlich unorganisiert und ich hoffe, das zieht sich nicht auch durch die Famulatur.
Was übrigens sehr passend ist, ist der Ostertermin: Vermutlich werde ich ganze vier Tage weniger arbeiten müssen, da an Karfreitag und Ostermontag ja sowieso nichts Geplantes passiert… Ich bin gespannt! 😀

Die Prüfungen habe ich bisher alle bestanden, wenn zwei auch knapp waren, aber das ist mir sooo egal nach diesem Semester! Die Aussage „nach dem Physikum wird alles besser“ ist ja mal sowas von gelogen gewesen… Mit Pathologie, MiBi, KliChi und Pharma hatten wir eigentlich mehr theroetisches Auswendiglernen als vorher. Aber ich bin mir sicher: AB JETZT wird es wirklich nur noch besser!

Das war es von mir, ihr lest demnächst sicher einen Famulaturbericht. Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende ❤

Schon wieder ein Histokurs?

Hallo ihr Lieben, lange ist es her aber nun habe ich endlich mal wieder was Vernünftiges zu berichten! Wie der Titel schon sagt, geht es um den nächsten Histokurs (Mikroskopieren und so, wisst ihr sicher noch!). Diesmal war aber natürlich nicht das gesunde Gewebe dran, sondern das kranke. Der ein oder andere ahnt es sicher schon: Wir sind in der Pathologie gelandet!

Die Pathologie-Lehre besteht bei uns nun im fünften Semester aus einer Vorlesung über allgemeine Pathologie und aus einem 10-stündigen Histokurs. Die Vorlesung war mal so, mal so. Die Stunden zur Tumorpathologie fand ich mega spannend, auch Entzündung war okay, während ich bei den Pathologien der Leber zum Beispiel dann doch nicht mehr richtig zugehört habe. Nun, das könnte aber auch an der Uhrzeit gelegen haben, diese Vorlesung war nämlich morgens um 8:00 und ich musste dafür in die Stadt fahren und dann ins ganz am Ende der Klinik gelegene Pathologische Institut. Hatte ’n bisschen was von Fernsehserie, wie dieses riesige alte Gebäude so völlig ab vom Schuss ganz alleine steht. Auch die Dozenten waren zugegebenermaßen teils etwas spooky! 😀

Nun aber zum Histokurs. Der erste Dozent war wirklich, wirklich grauenhaft. Er sprach Deutsch mit einem so starken Akzent, dass man kaum die normalen Sätze verstanden hat, bei Fachbegriffen war ich ganz raus. Kann er vielleicht nicht viel für, aber für Lehre in einem doch recht großen Hörsaal mit 60 Mann ist das einfach nichts. Gut, dass wir am zweiten Kurstag einen anderen Dozenten hatten, der auch geblieben ist. Er hat uns zunächst ganz allgemeine Veränderungen von Geweben gezeigt, wie die Hypertrophie (Vermehrtes Wachstum) des Herzens oder die Atrophie (Abbau) des Pankreas. Nach und nach kamen dann Entzündungen, Thrombosen, Gichtablagerungen und was nicht sonst alles dazu. Und ich muss sagen: Spannende Sache! Zwar bin ich im Mikroskopieren nicht besonders gut, weil ich irgendwie finde, dass das Meiste ziemlich gleich aussieht, aber da hab sogar ich ein bisschen was erkennen können. Cool war am Ende der Block zu Tumoren: Auch wir können anhand gar nicht so schwer zu entdeckender Gewebsveränderungen einen Tumor diagnostizieren und eigentlich ist auch die Klassifizierung gar nicht so schwer! Der Dozent war zwar anfangs viel zu schnell in seinem Vortrag, aber er hat zunehmend eigentlich alle Fragen klären können und am Ende waren wir wirklich gut auf die Prüfung vorbereitet, auch wenn man das vor der Prüfung nicht meint.
In der Prüfung habe ich dann ganz im Gegensatz zum Physikum beide Präparate erkannt und konnte mit ein bisschen Hintergrundwissen (na gut: Und zwei recht peinlichen Hängern…) eine Zwei bekommen. 🙂 Nun kommt nur noch die Klausur in Pathophysiologie, aber das ist dank unserer super Vorkliniklehre eigentlich nur Wiederholung.

Also, so schlimm ist dieses Semester eigentlich gar nicht, auch wenn ich im Oktober und November doch ziemlich gemeckert habe. Das lag daran, dass uns gesagt wurde, die Klinik wäre ganz anders und viel besser als die Vorklinik mit viel weniger auswendig lernen und so. DAS stimmt definitiv nicht, aber spannender ist es eigentlich schon! Und vor allem: Diesmal weiß ich, wofür es mal gut ist. 🙂

So, das wars erstmal von mir. Ich muss dringend weiter Pharma lernen! Drückt mir die Daumen für Freitag, das wird ein kleiner Tanz auf dem Seil für mich und meine Kommilitonen. Aber wird schon, hoffentlich!

Veränderungen

Manche Dinge ändern sich. Manche aber eben auch nicht.

 
Was hat sich geändert dieses Semester?
Ich bin in der Klinik, der Weg ist morgens jetzt nicht mehr so weit. Wir haben andere Fächer. Es sind „nur noch“ drei Jahre Studium. Der Stundenplan ist jede Woche anders, was es ein wenig kompliziert macht.

 
Was hat sich nicht geändert?
Leider macht es immer noch nicht so großen Spaß. Die Vorlesungen sind größtenteils immer noch super langweilig. Entweder, es ist alles nur Wiederholung aus Physio, oder der Dozent hat die Vitalität eines abgeschossenen Junkies.

 
Ich hab mich so auf die Klinik gefreut! Ich war motiviert! Ich war sogar drei Wochen lang in jeder Vorlesung. Aber es ist Unsinn. Pathologie ist manchmal ganz spannend, aber häufig ist es da auch Wiederholung aus Biochemie, wo ich nicht so gut mitkomme.
Pharma könnte interessant sein, dachte ich, aber die Vorlesung war auch nicht so besonders spannend. Aber da ist immerhin gut, dass es ganz viele verschiedene Dozenten sind, es kann also noch besser werden.
Und der Rest wird halt einfach wirklich von Leuten gehalten, denen man nicht lange zuhören kann. Einer ist ne Schlaftablette, der andere hat eine so unangenehme, schreiende Stimme, dass man gewillt ist Ohropax mitzubringen.

Naja. Vielleicht, wenn ich anfange mir die Sachen selber anzuschauen,  kommt die Motivation wieder. Ich hoffe es. Denn so macht dieses Studium einfach keinen Spaß – und das ist unheimlich frustrierend!