Es geht wieder los!

Hallo meine Lieben!

Morgen geht das Semester wieder los, endlich Klinik! Ich schwanke noch zwischen „gar nicht aufgeregt“ und „ich such mir schon mal nen Platz im Hörsaal“ 😀

Dieses Semester gibt es dann vor allem Patho und Pharma, da bin ich sehr gespannt drauf! Ich werde euch natürlich ausführlich davon berichten, bis dahin mache ich erstmal meine Seite zu Fächern in der Vorklinik fertig, da fehlt ja noch ein bisschen was.

Nun, das war’s auch schon von mir, ich habe die letzten Wochen pflichtgemäß nichts für die Uni getan, sondern nur gearbeitet. Vielleicht ist davon ja was abgefallen für die nächsten Wochen 😉

Bis bald! ❤

Physikum adé!

Liebe Banausen (und alle, die kein twitter haben 😉 )

Ich bin nun wieder zu Hause, sitze auf dem Sofa und erinnere mich, dass mir noch ein paar Leute die Daumen gedrückt haben. Danke an alle, die an mich gedacht haben die letzen Wochen! Nachdem ich aus dem Urlaub wieder zurück bin nun ein Bericht von der mündlichen Prüfung:

Ich glaube, so viel Angst hatte ich noch nie vor einer Prüfung! Gut war, dass mein Freund überraschend einen Tag früher kam und mich beruhigt hat, so gut er konnte. Am Tag der Prüfung hat er mich dann zur Anatomie gebracht, wo die Prüfung statt finden sollte.

Zuerst gab es ein Mikroskopier-Präparat und die Anatomiefrage, für beides hatten wir 20min Zeit, um uns vorzubereiten. Und was soll ich sagen? Wenn schon sch… Ihr wisst schon. Präparat kenne ich nicht und irgendwie machten mir meine Augen einen Strich durch die Rechnung: Ich habe NICHTS erkannt. Paar Drüsen, bisschen respiratorisches Epithel, das wars. Habe dafür das andere Thema ausführlich bearbeitet: Ventrikelsystem. Puh, so ungefähr die einzige Frage zum Gehirn, die ich halbwegs gut beantworten kann. Zum Präparat hab ich ein paar Tipps gekriegt, bis ich drauf gekommen bin, dass es der Kehlkopf ist. Den hatte ich mir mikroskopisch leider nicht noch mal angeguckt und kam ins Schlingern, bis er mir dann endlich Fragen zur Innervation und co. stellte. DAS kann ich zum Glück!

Physio war am Anfang auch ein bisschen kompliziert, weil ich durch Anatomie noch ziemlich irritiert war, aber es klappte alles ganz gut. Themen waren Sympathikus und Lungenfunktionstests.

Und dann kam Biochemie… Erste Frage: Glykogenstoffwechsel. Fuck! Natürlich hab ich das grob gelernt, aber direkt vor der mündlichen nicht noch mal angeguckt, daher mehr schlecht als recht die Fragen nur teilweise richtig beantworten können. Ups… Die Prüferin war dann etwas stinkig und gab mir das zweite Thema: Schilddrüsenhormone. Dazu hatten wir dann Zeit, während die anderen geprüft wurden, alles auf einen Zettel zu schreiben. Ich habe 1,5 Seiten voll geschrieben und sie hatte dann nur noch zwei Fragen dazu, meine Rettung! Ihr glaubt nicht, wie froh ich war noch ein Thema zu bekommen, das ich wirklich gut konnte!

Am Ende habe ich trotz einiger Defizite noch eine drei bekommen, damit bin ich vollkommen zufrieden, da die ersten Themen für mich einfach nicht so richtig toll waren und ich eigentlich wenn überhaupt mit einer vier gerechnet habe.

Mein Freund empfing mich mit einer Flasche Sekt und wir haben uns erstmal in die Sonner gesetzt. Vorklinik vorbei!! Endlich Urlaub! Endlich mal keine Fachücher lesen müssen und die Tage so verbringen, wie man möchte! Ich war so glücklich!!
Am Wochenende gab es dann eine große Party, zu der wir gegangen sind und danach sind wir erstmal nach Spanien abgehauen für zwei Wochen. Das war so erholsam! Nun habe ich noch drei Wochen frei, in denen ich arbeiten gehe und mal wieder ein paar Freunde besuche und dann beginnt endlich der spannende Teil des Studiums: Klinik!

Des Physikums erster Akt.

Dienstag war es dann endlich so weit: Der Tag des Physikums war da. Ich war ziemlich nervös und sehr froh, dass mein Freund da war und mich hingefahren hat. Vorher hat zum Glück niemand noch Fragen gestellt, das macht mich immer wahnsinnig! Eine halbe Stunde vor Beginn war Einlass, wir haben uns auf unsere Säle verteilt und die Plätze bezogen. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre fand ich, da die „Prüfer“ sich vorne unterhalten haben und wir nichts abgeben mussten, sondern unsere Taschen einfach unter den Tisch stellen durften. Wir haben uns dann noch zwanzig Minuten unterhalten, bis der übliche nicht schummeln – Markierungen richtig machen – wer pinkeln muss geht bitte leise – Sermon losging. Meine Nervosität hat sich wie erwartet dann auch gelegt. Um Punkt neun Uhr ging es los und ich kam recht zügig durch. Die Chemiefragen waren ziemlich blöd für mich, aber beim Rest hatte ich ein gutes Gefühl. Wie immer war ich nach 2,5h fertig und habe dann noch mal geguckt, dass ich auch alles so angekreuzt hatte, wie ich wollte. Fragen noch mal gelesen habe ich allerdings nicht, weil das für Gewöhnlich nichts bringt und ich nur falsch „korrigiere“.
Die anderen haben ziemlich blöd geguckt, als ich um zwanzig vor Zwölf mein Heft abgegeben habe, aber sitzen bleiben noch ne Stunde hätte ich dämlich gefunden.
Draußen habe ich meinen Freund angerufen, dass ich schon fertig bin und dann war ich erstmal sehr erleichtert: Der schwere Tag ist vorbei! Wir sind dann noch in die Stadt gegangen und haben den Tag schön ausklingen lassen, vor dem nächsten Tag hatte ich dann kaum noch Angst.
Am zweiten Tag war ich wieder sehr früh wach und konnte so in Ruhe etwas essen und Kaffee trinken. Mein Freund brachte mich wieder zur Prüfung und ich war sehr zuversichtlich, beinahe schon entspannt. Mein Gefühl hat sich auch nicht getäuscht, in Anatomie dachte ich zwar, nicht so viel gewusst zu haben wie sonst, Psycho lief aber wie immer sehr gut. Ich war um elf fertig und mein Freund und ich sind Kaffee trinken gegangen, bis ich meine Hefte abholen durfte um eins.
Nachmittags habe ich dann meine Ergebnisse angeschaut: Der erste Tag war bis auf Chemie sogar noch besser als erwartet und den zweiten Tag habe ich trotz nicht ganz so gutem Gefühl tatsächlich mit fast 85% gemacht. Das haben wir dann mit Essen und Wein ziemlich gefeiert, auch wenn die Medi Learn Ergebnisse natürlich nicht offiziell sind – ich denke mal, das wird wohl schon so stimmen. 😉 Abends wollten wir eigentlich noch raus gehen, aber ich war echt platt, sodass wir nur noch einen Film geschaut haben und dann ins Bett sind – übrigens ging das fast allen meiner Kommilitonen genauso. 😀

Gestern gab es dann bei meinem Anatomieprüfer eine Vorbesprechung für die mündliche Prüfung, vor der ich echt Angst habe. Passives Wissen fürs Kreuzen ist nun mal leider was völlig anderes als das aktive Wissen, das in der mündlichen logischerweise verlangt wird.. Naja, das wird schon irgendwie, meine Prüfer sind auf jeden Fall echt nett

Alles in allem braucht man vor der schriftlichen Prüfung auf jeden Fall keine Angst zu haben, die ist wirklich machbar finde ich. Und wahrscheinlich ist die mündliche auch nicht so schlimm, wie ich mir vorstelle: Wir werden sehen. Zwei Wochen habe ich ja auch noch!

Mein erstes Mal … (Teil 2)

… Reanimation!

8.44 Praktikant und ich gucken uns das Auto an, ich erkläre ihm noch ein bisschen was. „Aber mach dich darauf gefasst, dass eh nichts passiert. Wenn ich fahre geht es eigentlich immer Allen gut und mit Praktikant stehen dank Murphy die Autos eigentlich nur rum!“

8.45 *didelideliiiii* >bewusstlose Person<

Ja, ihr ahnt es. Ich hatte den Murphy-Bogen überspannt. In meinen 3 Jahren als Hauptamtliche Kutscherin und Aushilfe hatte ich sage und schreibe 0 -in Worten: null!- Reanimationen. Auch in dem Jahr als Praktikantin vorher nicht. Das sollte sich aber mit dem heutigen Tag ändern. Und auch das „eigentlich geht es allen gut“ wird sich noch als falsch erweisen – aber das ist noch eine andere Geschichte.

Wir ziehen uns also Schuhe und Jacken an, ich springe auf den Fahrersitz, mein Kollege hat die Tür grad zu und wir machen uns auf die erste Alarmfahrt des Tages. *krchkrch* „RTW von Leitstelle“ „Ja bitte?“ „Es handelt sich um eine Rea, Telefonrea durch Angehörige läuft“   Oh.    „Ja verstanden“

Ich musste kurz ein bisschen schlucken und fing dann an, nervös zu grinsen. „Ach, Peter… Das ist übrigens auch meine erste!“ „WAS?! Das ist jetzt nicht dein Ernst?“ „Doch… Schon.“ „Wie hast du denn das.. Ach egal. Kriegen wir alles hin. Du fängst einfach erstmal mit Drücken an und um den Rest kümmere ich mich schon!“

Kurzer Exkurs zu Peter: Es ist unsere erste Schicht zusammen und Peter kann mich zu Anfang nicht leiden. Das hat persönliche Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehe. Aber seit Ende dieser Schicht kommen wir wirklich gut miteinander aus.

Als wir am Einsatzort ankommen, ziehe ich ziemlich nervös die Handschuhe an und hole EKG und Absaugung aus dem Auto. Wir laufen in ein Gebäude, das sehr nach ausgebauter Scheune aussieht. Nach der ersten Ecke sehen wir schon unseren Patienten: Blitzeblau zwischen Wohnzimmertisch und Sofa, ca. 70 Jahre alt und seine Frau kniet verzweifelt daneben und macht, was man als Reanimation bezeichnen könnte. Das hört sich jetzt hart an, aber war mein erster Eindruck. Nichts für Ungut. Ich knie mich neben sie „Wir übernehmen das jetzt, danke“ Ich mache noch eine kurze Atemkontrolle, während der Kollege schon die Defipads ausrollt. „Drück einfach!“ Gesagt, getan. Ich drücke also zum ersten Mal auf einem echten Patienten und was soll ich sagen? Es ist eigentlich wie an der Puppe. Nur, dass der Thorax oben schon auffällig weich war. Man könnte beinahe matschig sagen. Also hatte die gute Dame wirklich reanimiert vorher. Nicht schlecht! Der Prakti hat währenddessen den Koffer auf dem Wohnzimmertisch offen vor sich und sucht den Ambu-Beutel. In der Aufregung hat er erstmal nichts gefunden (Ja, auch bei dem größten Gegenstand im Koffer kann das passieren), aber nach einem kurzen „tief Durchatmen!“ von Peter ging alles reibungslos. Außer die Beatmung, die wollte einfach nicht ordentlich funktionieren. Der Praktikant übernimmt das Drücken, nachdem wir das erste Mal geschockt haben: Weiterhin Kammerflimmern.
Ich glaube, gedacht habe ich in der Situation kaum, ich habe meinem Kollegen einfach alles hingelegt, was er brauchte, irgendwann kam das NEF. Was die wohl gedacht haben? Beim Aufziehen von Amiodaron und Adrenalin zitterten natürlich meine Hände, wie immer. War aber nicht so tragisch, auch wenn man danach wahrscheinlich mich für die Praktikantin hielt. Aber nun gut, irgendwann ist halt immer das erste Mal!
Als der Notarzt zur Intubation schritt wurde auch klar, warum die Beatmung mehr schlecht als recht ging: Gebiss im Hals. Und zwar so tief, dass weder ich noch der Kollege es hätten sehen können. Nachdem das Gebiss aber raus, der Tubus drin und der mittlerweile dritte Schock abgegeben war, die Erleichterung: Eigenrhythmus! Kreislauf! Und deutlich weniger blau war der Patient auch.
„Alles okay bei dir?“ Das war der NEF Fahrer. Mir scheint, ich war etwas blass. Oder erhitzt. Aber es ging mir gut: Erste Rea gleich mit ROSC – sehr geil. Übrigens waren bis zu diesem Zeitpunkt keine 15min vergangen. Es kam mir allerdings wesentlich länger vor. Wir packen unsere Sachen ein, laden den Patienten per Schaufeltrage auf die Trage und bringen ihn in den RTW. Wir beginnen hinten mit der Kühlung und zeichnen alle Vitalparameter auf. Der Kollege fährt, da ich noch ziemlich viel Adrenalin habe und den Weg zum Krankenhaus nicht genau kenne. Auf der ganzen Fahrt hat der Patient einen ordentlichen Kreislauf und wir können ihn den Umständen entsprechend gut auf der Intensivstation abgeben.

Wir drei machen eine Nachbesprechung, in der uns Peter sehr lobt. Die Nervosität ist normal, dafür war alles sehr strukturiert. Er sagt mir hinterher nur, dass ich beim Adrenalin unbedingt ansagen muss, ob es pur oder verdünnt ist. Ich kenne es pur, in dem Kreis wird verdünnt. Ok, kann passieren. Sie haben es ja gemerkt, alles ist gut. Auf der Wache füllen wir recht gut gelaunt auf, der Praktikant bekommt einen EKG Ausdruck für sein Berichtsheft und wir knobeln aus, wer wann Kuchen mitbringt.

Auch eine Woche später befindet sich unser Patient bei recht guter Gesundheit, vielleicht waren wir also rechtzeitig da! Ich muss echt noch mal nachforschen, wie er entlassen wurde.

Das war sie also, meine erste Rea. Mittlerweile hatte ich manchmal schon richtiggehend Angst davor, da ich nun schon recht lange dabei bin und diese „Jungfräulichkeit“ die Sicherheit nicht grade steigert. Aber wie eigentlich zu erwarten war: Man funktioniert. Vielleicht gibt es ein paar kleine Fehler, aber mit einem guten Team geht das wirklich gut.

5 days to go

Eigentlich will ich ja viel öfter schreiben, aber immer wenn ich es vorhabe, mache ich dann doch was anderes… Nun ja. Ich denke mal, ihr versteht das ❤

In fünf Tagen ist die Prüfung und langsam bin ich recht zuversichtlich. Ich hab nun alles an Stoff wiederholt und werde mir nun neben dem Kreuzen noch mal meine Zusammenschrift angucken. Das ist ganz schön viel(1,5 Blöcke…)! Fürs schriftliche reicht es auf jeden Fall. Die spannende Frage ist nur: Ist davon auch genug aktives Wissen? Ich meine klar, im multiple choice Verfahren richtige Antworten zu geben ist nich weiter schwer. Aber ohne Antwortmöglichkeiten in freier Rede sein Wissen preis zu geben – noch davor vor 6 Leuten – ist eine ganz andere Sache. Mein Glück: Wenn es bei den Prüfern bleibt, sind alle drei sehr nett und legen Wert auf Zusammenhänge und nicht auf Kleinzeug. Das ist schon mal gut, denn dafür kann man einfacher lernen und sich am großen Ganzen halten.
Ich hoffe nur, ich kriege deren "Spezialthemen" bis dahin wirklich komplett auf die Reihe. Die BC Prüferin steht auf Blut und Immunsystem, das krieg ich zwar ganz gut hin, aber schmeiße Komplement- und Gerinnungsfaktoren schon mal in falsche Reihenfolgen. Mal sehen.
Die Physio Prüferin hatten wir in einigen Praktikumsversuchen, leider meist in denen, die mir nicht so gefielen. Aber sie mag es, wenn man Sachen aufzeichnen kann – Das krieg ich hin!
Der Anatomieprof ist ein ganz lieber, der aber leider den Histokurs macht. Ich muss also nochmal ordentlich Histo nachholen, weil da bin ich ohne Wahlmöglichkeiten doch manchmal etwas aufgeschmissen… Das praktische an der mündlichen ist da aber, dass man natürlich nicht nur einen winzigen Ausschnitt, sondern das ganz Präparat vorliegen hat. Da kann man sich oft einen besseren Überblick verschaffen. Und ich denke nicht, dass er ganz fiese Sachen machen wird.

Ich bin mittlerweile also wieder recht zuversichtlich, auch wenn vor allem mündliche Prüfungen mir immer den Schweiß auf der Stirn stehen lassen. Aber es hätte uns echt schlimmer treffen können und außerdem hab ich recht früh meine Prüfung und kann danach echt lange Urlaub machen. Darauf freue ich mich richtig!

Think positive!

Hallo vom Schreibtisch. Nachdem ich im letzten Beitrag so geschimpft habe und frustriert war, hier nun ein Rückblick über die letzten zwei Wochen:

Es läuft. Also nicht super und schon gar nicht perfekt, aber es läuft. Physio habe ich kreuzbereit, zwar muss ich für die mündliche da sicher noch einige Details lernen, aber für’s schriftliche reicht es. Eigentlich reicht es sogar dicke mit fast immer >75%!

Hier ein kleiner, aber wichtiger Einwurf: ICH HABE PHYSIO BESTANDEN! Also die letzte Klausur vor dem Physikum. Mit anderen Worten: Das erste Mal scheinfrei! ❤ Ihr habt ja keine Ahnung, wie sehr ich mich gefreut habe! 🙂

Nun weiter beim Lernen: Ich habe Histo zwischengeschoben, da ich die letzten Tage ein wenig eingespannt war mit Arbeit und Klausur und so, auch Histo ist annehmbar. Für die mündliche werde ich dann nach dem schriftlichen noch mal ans Mikroskop, aber ich denke dass ist für die paar Bilder-Fragen pro Examen echt nicht nötig – sind ja eh immer die gleichen Bilder…

Nun sitze ich an Biochemie, weil ich dafür lieber ein bisschen mehr Pufferzeit habe. Nun ja. An einiges kann ich mich noch grob erinnern, aber grob reicht halt nicht so wirklich. Ich finde grade da die bekannten blauen Skripte recht lang, um sie an einem Tag zu "lernen". Und dann noch zu kreuzen und ein anderes Skript zu wiederholen. Und ja, das hört sich an wie der ominöse 30-Tage-Lernplan – ist es auch in etwa. Klar werden jetzt einige sagen, dass das nicht reicht, aber fürs Kreuzen haben die Skripte bis jetzt immer genügt, grade wenn ich z.B. wie in BC nie den wirklich super Durchblick haben werde. Ich finde einfach, man muss das grob können und Stoffwechselwege sind sicherlich nicht blöd, wenn man die mal konnte. Aber später werde ich alles nachschlagen können, wenn ich mal was brauche und ich bin ziemlich sicher, dass nichts davon Mal zeitkritisch als Wissen abrufbar sein muss. You know? 😉 😀

Nächstes Wochenende werde ich auch wieder ein bisschen arbeiten, allerdings ist das unkritisch, da die drei Schichten auf ziemlichen Dornröschen-Wachen statt finden werden. Also bleibt hoffentlich alles im Plan. Heute bin ich allerdings mal wieder etwas unmotiviert. Nun ja. Der Tag ist noch lang.

Ich verabschiede mich wieder, bis dahin: Ihr seid spitze! ❤

Demotivation.

49 Tage. 1182 Stunden. Die Zeit, die mir noch bis zur Physikumsprüfung bleibt. Die letzten vier Wochen waren… Naja. Ich hatte mich verletzt, fünf Tage keine Aussicht effektiv zu lernen. Ich habe Zeit mit meinem Freund verbracht. An manchen Tagen suffizient gelernt. An den meisten kein bisschen. Jetzt bin ich seit einer Woche krank. Das kann ja heiter werden!

Ich habe keine Ahnung, wie die anderen es schaffen, seit Monaten dran zu sitzen. Ich quäle mich jeden Tag an den Schreibtisch um dann meistens nach spätestens einer Stunde entnervt aufzugeben. Ich kann mich einfach nicht konzentrieren, kann den ganzen Mist nicht ordentlich im Kopf behalten. Wofür mache ich den scheiß eigentlich? „Schatz. Im Ernst jetzt, du hast noch zwei Monate bis zum Physikum und das wirst du ja jetzt wohl auch noch schaffen! Aufgeben ist nicht, danach wird alles besser!“ So ungefähr klingt das, wenn ich mal wieder bei meinem Freund bin und mich auskotze. Ich habe keine Lust mehr. So ganz im Ernst und wirklich – keine Motivation diese Prüfung zu machen und weiterhin Ärztin zu werden. Und das ärgert mich tierisch! Ich will lernen wollen. Ich will lernen können. Das Meiste ist ja wirklich nur wiederholen, fast alles habe ich die letzten zwei Jahre schon mal im Kopf und verstanden gehabt. Sollte kein Problem sein. Ist es aber. Klar kann ich mich an den Schreibtisch zwingen und den ganzen Tag irgendwas zusammenfassen, aber leider ist das vollkommen sinnlos. Solange ich keine ordentliche Motivation und keine Lust habe, werde ich mir davon kaum etwas merken können. Scheiße ist das! Dazu kommt Stress wegen der Arbeit, der mir wirklich viele Nerven raubt und auch das macht es eben einfach nicht besser. Ich weiß nicht mehr weiter und hoffe, dass wenn morgen das Semester Seminartechnisch quasi vorbei ist, dass ich mich dann wieder hinsetzen kann. Kann ja nicht angehen, dass mich diese mikrige Prüfung stresst! Was ist das schon? 320 Fragen kreuzen und 45min ein paar Fragen in drei verschiedenen Fächern beantworten. Wo ist das Problem? Ich weiß es nicht.

Ich würde euch viel lieber Positives berichten und sagen, wie toll alles ist. Ist es aber nicht. Das Schlimmste ist aber: Alle anderen scheinen seit Ewigkeiten zu lernen und alles ganz klasse zu meistern. Natürlich ist das Meiste davon sicherlich auch nur Fassade. Aber man glaubt es. Man glaubt, dass man ewig hinter den anderen her ist, aber in Wirklichkeit sind die wahrscheinlich genauso verzweifelt, wie man selbst. Weiß man nur nicht.

Nun ja. Ich werde jetzt – wie immer – mal ein bisschen aufräumen und dann wohlmöglich noch irgendwas schaffen. Oder so… We’ll see.

Physio und Physikums-Stresserei

Hallo meine Lieben!
Wie berichtet habe ich letzte Woche die erste von zwei Physio Klausuren dieses Semester geschrieben. Leider konnte ich aufgrund eines kleinen Unfalls am Montag die Woche nicht wirklich lernen, ist aber trotzdem ganz gut gelaufen! Außerdem hab ich meine Physikums-Anmeldung abgegeben und bin jetzt ja doch ein bisschen aufgeregt… Was mich stark verwundert sind aber meine Kommilitonen: Ich würde nun so langsam mit dem Lernen anfangen, hab jetzt noch zwei einhalb Monate bis zur Prüfung. Die Anderen haben teilweise schon komplette Fächer fertig! O.O Da frage ich mich, liege ich so falsch mit meiner Einschätzung? Ich meine, wir haben das ja alles schon gemacht und müssen eigentlich nur wiederholen, dafür braucht man doch nicht wirklich vier Monate, oder? Die machen sich alle völlig verrückt! Naja, wir werden im August/September dann ja sehen, wer recht behält.

Heute müsste ich dann mal ein bisschen Spanisch lernen, habe die letzten zwei Tage ja leider verpasst. Mal schauen, ob ich da jetzt gut hinterher komme. Andererseits ist es zum Glück nicht so wichtig, weil ich den Schein nicht brauche, sondern einfach schon immer mal Spanisch lernen wollte. 🙂

Soweit erstmal von mir, ich gehe mal was frühstücken und räume dann vielleicht mal meinen Schreibtisch auf… Wir lesen uns!

Urlaub wäre ’ne Idee…

Dieses Semester habe ich auf Seiten des Studiums nicht wirklich viel zu tun: Prüfung nur in Physio, alles andere ist aussitzen an zwei weiteren Tagen die Woche. Hört sich gut an, nicht wahr? Tja nun. Selbstgewähltes Schicksal: Ich lerne eine weitere Sprache und habe meinen Arbeitsvertrag raufgesetzt. Also fahre ich seit vier Wochen zwischen Uni und Heimat hin und her. Naja, nicht nur wegen der Arbeit sondern hauptsächlich wegen meines Freundes (Wer twitter verfolgt ist hier klar im Vorteil!), aber anstrengend ist es trotzdem.

Viel „schlimmer“: Es wird ernst! Ich muss bis zum 10.06 meine Physikumsanmeldung abgeben, was ich wahrscheinlich nächste Woche tun werde, da habe ich etwas Zeit. Ist schon irgendwie gruselig, wie die Zeit vergeht. Nächste Woche steht eine Zwischenklausur an, dafür sollte ich langsam mal lernen… Leider – oder zum Glück – habe ich im Moment einige andere Sachen im Kopf und zu tun, da bleibt nicht so viel Zeit und Motivation für Physio übrig, auch wenn ich das Fach sehr spannend finde.

Ich würde euch gerne mehr und vor allem Spannenderes berichten, aber ich wüsste nicht, was. Aber zumindest hab ich mich mal wieder zu Wort gemeldet! 😉